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stolzerpaps
Titel: Pressethread Talea  BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:34 Uhr
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Andere Beiträge zum Fall Talea:

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Presseberichte:


20. März 2008 - 00:00 Uhr

Mädchen tot: Hat die Pflegemutter die 5-Jährige getötet?
Eine 38 Jahre alte Pflegemutter aus Wuppertal steht unter Verdacht, ihr fünf Jahre altes Pflegekind getötet zu haben. Die Frau wird am Karfreitag dem Haftrichter vorgeführt.


Wuppertal.In diesem Haus soll die Frau ihr Pflegekind getötet haben.Die Frau wird morgen (Karfreitag) dem Haftrichter vorgeführt. Am Dienstag hatte die 38-Jährige von ihrer Wohnung im Stadtteil Heckinghausen aus den Notarzt alarmiert. Der versuchte vergebens auf der Fahrt in die Helios-Kinderklinik in Barmen das schwer verletzte Mädchen zu reanimeren.

Das Kind starb in der Klinik, dem Vernehmen nach im Beisein der Pflegemutter. Weil es eindeutige Anzeichen für äußere Gewalteinwirkung gab, wurde umgehend die Polizei eingeschaltet. Wie die WZ erfuhr, war der Körper des Kindes von mehreren Hämatomen gezeichnet.

Die Pflegemutter wurde vorläufig festgenommen,der Leichnam des Mädchens zur Gerichtsmedizin in Düsseldorf gebracht. Die Obduktion der Leiche ergab, dass das Mädchen auf gewaltsame Weise zu Tode kam. Ob auch gegen den Pflegevater ermittelt wird, kommentierte die Staatsanwaltschaft gestern nicht. Der Mann sei aber jederzeit erreichbar.

Die Ermittlungen dauern an.

Wie lange das Mädchen bereits in der Pflegefamilie lebte und warum es dort untergebracht war, teilte das Jugendamt mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht mit.

In Wuppertal stehen dem Jugendamt insgesamt 350 Pflegestellen zur Verfügung, die derzeit fast alle besetzt sind. Alle Pflegestellen müssen ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und drei bis sechs Monate in engem Kontakt zum Jugendamt stehen, bevor sie ein Kind aufnehmen dürfen, so die Stadt.

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:36 Uhr
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21. März 2008 - 00:00 Uhr

Mädchen getötet: Pflegemutter schweigt zu schweren Vorwürfen
Warum musste ein angeblich wohlbehütetes Kind sterben? Der Fall wirft jede Menge Fragen auf.


Wuppertal. Im Garten des Wohnhauses steht ein Klettergerüst für Kinder. Die beiden Stiefgeschwister des getöteten Mädchens leben derzeit nicht mehr im Haus. Wuppertal. Das bunte Klettergerüst steht einsam auf dem regendurchnässten Rasen. Ein Fußball liegt vergessen am Zaun. In diesem Garten hat auch ein kleines Mädchen mit seinen beiden Stiefgeschwistern und dem Familienhund „Scooter“ gespielt.

Die Kleine wurde nur fünf Jahre alt. Das Mädchen ist tot. Seine Pflegemutter stand gestern zwei Stunden vor dem Haftrichter. Der Vorwurf: Totschlag. Die 38-Jährige schwieg dazu. Um 15 Uhr musste sie den Gang in die Untersuchungshaft antreten.

Die Familie erfüllte alle Anforderungen der Stadt

Hoch sind die Anforderungen an Eltern, die ein Pflegekind betreuen wollen. Eine drei- bis sechsmonatige Prüfungszeit gilt es zu bestehen – in engem Kontakt zum Jugendamt. Natürlich müssen die Kandidaten ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Das alles konnte die Familie G. aus Heckinghausen vorweisen, inklusive einer schönen Wohnung, samt Garten und Haustier.

Doch am frühen Dienstagabend rief die Pflegemutter den Notarzt. „Kind in Wanne“ hieß es zunächst. Wenig später standen drei Rettungswagen samt des extra alarmierten Kindernotzarztwagens vor dem Haus. Offenbar war es da schon zu spät. Auf der Fahrt in die Helios-Kinderklinik in Barmen versuchte der Notarzt alles. Vergeblich. Das Mädchen starb im Krankenhaus.

Der Notarzt erkennt sofort: Das Kind wurde misshandelt

Man kann sich kaum vorstellen, was in den beteiligten Rettern vorging: Denn schon in der Wohnung hat es offenbar deutliche Anzeichen für die körperliche Misshandlung des Mädchens gegeben. Der Körper sei von Hämatomen gezeichnet gewesen. Und: Seit dem Einsatz am Dienstagabend wird in Retterkreisen über den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gesprochen. Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt: „Wir ermitteln in alle Richtungen.“

Mehrfach vor dem traurigen Dienstag hat es bei der Pflegefamilie G. bereits Arztbesuche gegeben. Die müssen grundsätzlich dem Jugendamt gemeldet werden. Mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft schweigt die Stadt dazu.

Und die Familie? Sie soll seit etwa vier Jahren in dem Haus an der Kleestraße wohnen. „Die waren ganz unauffällig, grüßten und das war’s.“ Das ist einer der Standardsätze aus der Nachbarschaft.

Außer der Fünfjährigen gibt es noch zwei weitere Kinder: einen neun Jahre alten Stiefbruder, den die Frau mit in die Ehe gebracht haben soll. Und ein kleines Mädchen, etwas älter als ein Jahr. Sie soll das leibliche Kind von den beiden Erwachsenen sein.

Dazwischen das fünfjährige Pflegekind. Der Pflegevater – er arbeitet als Fahrer, kam oft spät von der Arbeit nach Hause – soll die Kleine regelmäßig zum Kindergarten gebracht haben. Eine bunt zusammengewürfelte Familie. Neudeutsch nennt man so etwas wohlwollend „Patchwork-Familie“.

Jeden Sonntag in die Kirche – „wie verkleidet“

Die G.s sollen gläubige Mormonen sein. Jeden Sonntag ging die komplette Familie fein ausstaffiert mit Anzug beziehungsweise Kleid in die Kirche – „wie verkleidet“, heißt es in der Nachbarschaft. Von Verwahrlosung oder Misshandlung der Kinder keine Spur.

Es gibt auch andere Stimmen. Die Mutter habe viel mit den Kindern geschrien, oft am frühen Morgen, sagen Nachbarn. Und ihr Sohn habe zuweilen aggressiv gewirkt. Klar, nach einer solchen Tat und einem solchen Vorwurf scheint jede Alltäglichkeit ein Indiz gegen die Familie zu sein.

Mordkommission überprüft die Computer der Eltern

Fakt ist: Am Gründonnerstag nahm die Mordkommission die Wohnung an der Kleestraße erneut unter die Lupe. Die Computer der Eltern wurden in gelbe Tüten verpackt und abtransportiert. Staatsanwalt Kaune-Gebhardt: „Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Fall.“ Dazu gehöre auch, dass die Computer aus der Wohnung überprüft werden.

An der Tür der Familie klebt der Zettel eines Paketversandes, der vergeblich geklingelt hatte. Die einst fünfköpfige Familie ist nicht zu Hause. Wie es für die vier Verbliebenen weitergeht, ist offen. Die Kinder sind seit Beginn der Ermittlungen „familienintern“ untergebracht.

Kommentar von Robert Maus

Ein fünf Jahre altes Kind ist tot, dringend verdächtigt wird die Pflegemutter. Das ist eine unfassbare Tragödie, die es eigentlich nicht geben darf.

Wie kann so etwas geschehen? Hätte der Tod dieses kleinen Menschen verhindert werden können? Das sind die Fragen, die sich die Wuppertaler stellen, und diese Fragen müssen beantwortet werden.

Es geht nicht um vorschnelle Schuldzuweisungen, nicht um Erklärungsreflexe. Es geht darum, alles zu tun, um Kindern ein solches Schicksal zu ersparen. Allein aus diesem Grund muss Sozialdezernent Stefan Kühn beantworten, wie es geschehen konnte, dass trotz der Kontrollen das Kind getötet werden konnte.

Angeblich überwacht das Jugendamt Pflegefamilien sehr gründlich. Hat es in dem Fall des toten Mädchens trotzdem Fehler gegeben? Zu dieser Frage muss der Sozialdezernent eindeutig Stellung beziehen.

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:38 Uhr
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21. März 2008 - 00:00 Uhr

Wuppertal: Rätsel um totes Pflegekind
Das Jugendamt soll von „Auffälligkeiten“ gewusst haben. Die 38-jährige Pflegemutter sitzt in U-Haft.


Der Tod eines fünfjährigen Pflegekindes in Wuppertal, das offenbar misshandelt wurde, wirft Fragen auf. Das Mädchen lebte seit Herbst 2007 mit der 38-jährigen Pflegemutter, deren Ehemann (41) und zwei weiteren Kindern (1 und 9) unter einem Dach.

Nach Informationen unserer Zeitung wurden dem Jugendamt wiederholt „Auffälligkeiten“ gemeldet. Doch die Behörde sah keinen Grund, das Kind aus der Familie zu nehmen.

Es gab mehrfach Besuche des Jugendamtes

Wie es hieß, wurde das Kind „in Augenschein“ genommen. Außerdem habe es angekündigte und unangekündigte Hausbesuche des Jugendamtes gegeben. Unter anderem sollen dabei Arztbesuche, etwa zu Vorsorgeuntersuchungen, angemahnt worden sein. Diese Termine hat die Mutter offenbar auch nachweisen können.

Zwei Stunden dauerte gestern Nachmittag der Termin vor dem Haftrichter, dann musste die Pflegemutter den Gang in die Untersuchungshaft antreten. Der Vorwurf: Totschlag. Bislang ist unklar, wie das Mädchen starb.

Die Pflegemutter selbst soll den Notarzt alarmiert haben, fuhr dann mit in die Kinderklinik, wo die Fünfjährige starb. Bei der Obduktion wurde äußere Gewalteinwirkung festgestellt. Die genaue Todesursache wird aber noch unter Verschluss gehalten.
Die 38-jährige Wuppertalerin hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert, auch nicht bei dem zweistündigen Haftrichter-Termin. Es gibt kein Geständnis

Der Pflegevater (41) steht nicht unter Tatverdacht

Der Pflegevater steht laut Staatsanwaltschaft bislang nicht unter Tatverdacht. Er sei jederzeit für die Ermittler erreichbar, hieß es gestern. Die beiden Stiefgeschwister des toten Mädchens wohnen seit Beginn der Ermittlungen nicht mehr in der elterlichen Wohnung, sind nun „familienintern“ untergebracht.

Spekulationen über sexuellen Missbrauch als Hintergrund für die Tat kommentierte die Staatsanwaltschaft gestern mit den Worten: „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ Bei der Wohnungsdurchsuchung am Gründonnerstag wurden unter anderem die Computer der Eltern beschlagnahmt.

Pflegeeltern
Die Anforderungen an Eltern, die ein Pflegekind betreuen wollen, sind hoch. Eine drei- bis sechsmonatige Prüfungszeit gilt es zu bestehen – in engem Kontakt zum Jugendamt. Die Kandidaten müssen unter anderem ein makelloses polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. In Wuppertal leben derzeit 350 Kinder bei Pflegeltern.

Alarmzeichen – und dann geschieht nichts.Kommentar von wolfgang Radau

Wieder einmal wühlt uns das Martyrium eines zu Tode gequälten Kindes auf. Diesmal hat sich die Tragödie in Wuppertal zugetragen, sozusagen in der Nachbarschaft, und nicht in einiger Entfernung, wie beim zweijährigen Kevin aus Bremen oder bei der fünfjährigen Lea-Sophie aus Schwerin.

Diesmal legte auch das Milieu einer anscheinend soliden Familie zunächst keinen Verdacht nahe, dass für die Fünfjährigen die größte Gefahr für Leib und Leben ausgerechnet von den Menschen ausging, denen sie zur Pflege anvertraut war.
Wie kann es so weit kommen, dass alle Hilfssysteme ein Kind seinem Schicksal überlassen – hilflos in einem intakten Wohnquartier, in einem zivilisierten Land, in dem Ärzte Auffälligkeiten umgehend melden müssen und Pflegefamilien unter behördlicher Aufsicht stehen?

Das beste Kontrollsystem kann nicht funktionieren, wenn Alarmzeichen nicht unverzüglich weitergeleitet werden. Und wenn Empfänger der Meldung, deren Profession das ist, nicht umgehend helfend eingreifen.

So beklagenswert die personelle Ausstattung in Gesundheits-, Sozial- oder Jugendämtern sein mag – die allererste Aufgabe lautet nicht klagen, sondern zupacken, Hilfe organisieren, Verbündete finden. Das können Kollegen sein, Vorgesetzte, Nachbarn, politische Mandatsträger, Geistliche – Hauptsache, niemand bleibt allein in seiner Not.

In Deutschland leben nach Expertenschätzungen 35 000 Kinder in unzumutbaren Verhältnissen. Sie leiden Hunger und Durst, werden geprügelt oder weggesperrt. Jede Woche sterben drei Kinder an den Folgen von Misshandlung – in diesem reichen Sozialstaat, in dem unterlassene Hilfeleistung unter Strafe steht.

Und es sind nicht nur Kinder, für deren Wohlergehen Ämter und staatlich alimentierte Hilfsorganisationen Verantwortung tragen – auch Alte und Verwirrte leiden oft lautlos wie vernachlässigte Kinder.

In Wuppertal wird konkret zu klären sein, warum ein fünfjähriges Mädchen sterben musste, obwohl erkennbar war, dass es fortgesetzt misshandelt wurde. Aber keine Kommune darf sich in falscher Sicherheit wiegen; jede sollte rechtzeitig überprüfen und regeln, wie sie für sich solche Tragödien ausschließen kann. Bevor es zum Äußersten kommt, wie jetzt, vor unserer Haustür.

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:41 Uhr
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26. März 2008 - 00:00 Uhr

Tragödie: Nach dem Tod der kleinen Talea: Was wusste das Jugendamt?
Nach einer Woche gibt es offiziell nichts Neues. Die leiblichen Eltern wendeten sich offenbar an das Jugendamt.


Wuppertal. Dienstag vor einer Woche starb die kleine Talea (5). Teddys, Kerzen und Briefe, die von betroffenen Nachbarn und Freunden vor der Haustür in Heckinghausen hinterlegt wurden, erinnern an ihr tragisches Schicksal.

Doch auch eine Woche nachdem die Notärzte vergeblich versucht haben, Talea zu retten, ist eine Mauer des Schweigens um den Fall errichtet: Wie berichtet, sitzt die 38-jährige Pflegemutter des Mädchens seit Freitag in Untersuchungshaft.
Der Vorwurf lautet Totschlag. Offenbar ist das Pflegekind misshandelt worden. Nach Informationen der WZ wurden dem Jugendamt wiederholt „Auffälligkeiten“ gemeldet. Doch die Behörde sah keinen Grund, das Kind aus der Familie zu nehmen.
Viel gibt es zu dem Fall von offizieller Seite bisher nicht zu sagen: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es noch immer kein Geständnis der Pflegemutter, die vergangenen Freitag über zwei Stunden beim Haftrichter saß. Auch zur Todesursache des Mädchens wollte sich Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt nicht konkret äußern.

Zur Frage, ob der 41-jährige Pflegevater ebenfalls unter Verdacht steht, hieß es gestern: „Der Pflegevater ist sicherlich auch Teil der Untersuchungen. Es besteht aber kein dringender Tatverdacht.“ Mit Hinweis auf laufende Ermittlungen könne man keine Auskünfte geben.

Gleichzeitig verdichten sich aber Hinweise auf mögliche Unzulänglichkeiten beim Jugendamt: Nach Informationen unserer Zeitung hatte Taleas leibliche Mutter unregelmäßigen Kontakt zu ihrer Tochter. Dafür habe die Pflegemutter das Mädchen in die Wohnung der leiblichen Mutter gebracht.

Bei einem dieser Besuche Ende 2007 sei der Mutter ein blaues Auge ihrer Tochter aufgefallen. Nach Angaben der Anwältin der Familie wendete sie sich daraufhin besorgt an das Jugendamt. Dort hieß es: Das Kind sei gestürzt, so die Rechtsanwältin Ulrike Horn.

Genau so könnte es in der Tat gewesen sein: Nach Information unserer Zeitung soll Talea Koordinationsschwierigkeiten gehabt haben und motorisch nicht auf dem Stand einer Fünfjährigen gewesen sein. Deshalb sei sie immer wieder gestürzt. Auch daher könnten blaue Flecken stammen.

Auf die Frage, ob gegen das Jugendamt ermittelt werde, äußert sich Staatsanwalt Kaune-Gebhardt zurückhaltend: „Wir untersuchen in alle Richtungen. Das betrifft alle, die an dem Schicksal des Kindes beteiligt waren.“
Grundsätzlich gehe das Jugendamt allen Hinweisen auf Auffälligkeiten nach, heißt es auf Nachfrage bei der Stadt. Oberbürgermeister Peter Jung äußerte sich wie folgt zu dem Fall:

„Wir werden die staatsanwaltlichen Ermittlungen abwarten. Davon hängt ab, wie wir intern damit umgehen.“ Nächste Woche Montag findet eine nicht öffentliche Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses zu Taleas Tod statt.

Mittlerweile liegen der WZ weitere Informationen über Taleas leibliche Eltern vor: Das Mädchen wurde offenbar vom Jugendamt aus der Familie genommen, weil seine Mutter alkoholkrank ist. Sie ist in therapeutischer Behandlung.

Auch habe es Gewaltausbrüche zwischen Taleas leiblichen Eltern gegeben, als diese noch zusammen lebten. Taleas zweijährige Schwester ist ebenfalls in einer Pflegefamilie untergebracht. Offenbar hatte die Mutter ihre Tochter nur wenige Wochen vor ihrem Tod noch gesehen. Der Vater soll sie im Dezember 2007 zuletzt getroffen haben.

Jugendhilfe
Pro Jahr werden für die Jugendhilfe in Wuppertal rund 50 Millionen Euro ausgegeben. „Wir haben in den vergangenen Jahren im Bereich Jugendhilfe das Budget schrittweise hochgesetzt“, sagt Sozialdezernent Stefan Kühn.
Dabei seien auch neue Stellen geschaffen worden. Im Vergleich zu Städten in NRW mit ähnlicher Sozialstruktur wie Oberhausen oder Krefeld sei man besser ausgestattet.

Was hat sich in der Familie abgespielt?Kommentar von Robert Maus

Welche Leidensgeschichte musste die kleine Talea durchleben, bevor sie starb? Diese Frage stellt sich immer drängender. Die Anwältin der leiblichen Mutter des fünfjährigen Mädchen schildert, dass Talea Ende des Jahres 2007 von ihrer Mutter mit einem blauen Auge gesehen worden sei.

Diese Information hat ihrer Auskunft nach das Wuppertaler Jugendamt erhalten. Allein für sich wäre dies noch kein Grund, um gleich das Schlimmste zu denken. Aber: Ein Notarzt soll das Kind mehrfach aufgesucht haben – hatte er das Jugendamt informiert?

In der Summe lassen diese Anhaltspunkte Böses ahnen. Wurde die kleine Talea regelmäßig geschlagen? Sind die Hinweise auf ein solches Martyrium nicht ausreichend untersucht worden? Noch will niemand die Antworten geben, obwohl die Fragen immer lauter werden. Was hat sich in der Pflegefamilie abgespielt?

Es ist schwer verständlich, dass weder die Staatsanwaltschaft noch das Jugendamt irgendwelche Auskünfte erteilen. Die Begründung lautet, wie so oft, man wolle die Ermittlungen nicht behindern.

Auch wenn voreilige Schuldzuweisungen völlig unangebracht sind, so gibt es zumindest Verdachtsmomente, dass der Tod des kleinen Mädchen vielleicht hätte verhindert werden können.

Noch steht nicht einmal fest, wie Talea gestorben ist. Eine Woche nach ihrem Tod will die Staatsanwaltschaft dazu keine Auskunft erteilen – die Obduktion des Kindes müsste längst erfolgt sein.

Es ist exakt dieses Verhalten, dieses extreme Schweigen der Verantwortlichen, das so unangenehm viel Raum für Spekulationen lässt. Gleich, ob sich diese als wahr oder falsch erweisen, ein Kind ist tot.

Dafür wird jemand die Verantwortung übernehmen müssen. Aus diesem Grund müssen die Fakten auf den Tisch, damit sich solch ein Drama in Wuppertal nicht wiederholen kann.

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:42 Uhr
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26. März 2008 - 00:00 Uhr

Totes Kind: Jugendamt unter Verdacht
Der Staatsanwalt ermittelt gegen Mitarbeiter wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen.


Wuppertal. Das Jugendamt der Stadt Wuppertal steht unter Verdacht, den gewaltsamen Tod der fünfjährigen Talea S. nicht verhindert zu haben, obwohl Mitarbeiter des Amtes von früheren Verletzungen des Mädchens gewusst haben sollen. Am Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft die Räume des Jugendamtes durchsucht und Akten beschlagnahmt. Gegen Mitarbeiter wird nach Aussage von Staatsanwalt Rüdiger Ihl sowohl wegen des Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung als auch auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen ermittelt.

Das fünfjährige Mädchen war Dienstag vergangener Woche in der Kinderklinik Wuppertal-Barmen gestorben. Unter dringendem Tatverdacht steht ihre Pflegemutter Katja G., die derzeit in Untersuchungshaft sitzt. Die 38-jährige Pflegemutter hatte den Notarzt selbst informiert, seine Wiederbelebungsversuche waren letztlich erfolglos.

Aufgrund der vorläufigen Untersuchungsergebnisse geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass das Mädchen totgeschlagen wurde. Bei dem Kind wurden Hämatome als Spuren körperlicher Misshandlungen festgestellt. In den laufenden Ermittlungen der Staatsanwalt haben sich Anhaltspunkte ergeben, die darauf hinweisen, dass Jugendamtsmitarbeiter bereits vor dem Tod des Mädchens von den Verletzungen gewusst haben.

Das deckt sich mit Vorwürfen, die die leiblichen Eltern gestern im Gespräch mit unserer Zeitung gegen das Jugendamt erhoben haben. Die kleine Talea war ihrer Mutter, die alkoholkrank ist, am 6. September 2007 abgenommen und zu der Pflegefamilie gebracht worden. Nach Auskunft der Mutter habe ihr bereits zwei Wochen vor dem Tod ihres Kindes eine Mitarbeiterin des Jugendamtes gesagt, dass sie sich Sorgen um Talea mache, diese sei „apathisch“. Das wollte die Stadt Wuppertal nicht bestätigen. Zuvor soll allerdings auch ein Notarzt das Mädchen mehrfach behandelt haben.

Der Wuppertaler Oberbürgermeister Peter Jung erklärte: „Wir werden die Staatsanwaltschaft aktiv bei den Ermittlungen unterstützen.“ Eine Beurlaubung der betroffenen Mitarbeiter lehnte er mit Hinweis auf die Unschuldsvermutung ab.

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:43 Uhr
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26. März 2008 - 00:00 Uhr

Familie der toten Talea stellt Strafanzeige gegen die Stadt
Betroffenheit und Wut im Fall des kleinen Mädchens: Das Jugendamt war alarmiert, hat aber nicht gehandelt.


Wuppertal.Die kleine Talea wollte immer eine Prinzessin sein. Deswegen wird das fünfjährige Mädchen, das am Dienstag vergangener Woche getötet wurde, in einem rosa Sarg, auf dem eine goldfarbene Krone prangt, beerdigt werden.

Die Eltern des Mädchens erheben unterdessen schwere Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Wuppertaler Jugendamtes, die Familie kündigte am Mittwoch an, Strafanzeige wegen unterlassener Hilfeleistung gegen eine Sachbearbeiterin des Amtes zu stellen.

Am Mittwoch Abend bestätigte sich dann der schreckliche Verdacht: Das vorläufige Obduktionsergebnis bestätigt einen gewaltsamen Tod des Mädchens. Schlimmer noch: Die laufenden Ermittlungen ergaben, dass das Jugendamt schon vor dem Tod des Mädchens von Verletzungen gewusst haben soll. Ein Ermittlungsverfahren gegen Mitarbeiter des Jugendamtes wurde eingeleitet.

Talea war in der Stadt bei einer Pflegefamilie untergebracht. Die Pflegemutter ist dringend verdächtig, das Kind getötet zu haben. Sie sitzt in Untersuchungshaft.

„Mama, du hast mich doch nie geschlagen“, schildert die leibliche Mutter eines der letzten Telefonate mit ihrer Tochter. Verzweiflung spricht aus der jungen Frau, als sie davon erzählt, wie eine Sachbearbeiterin des Jugendamtes zu ihr gekommen sei und gesagt haben soll: „Ich habe schlechte Nachrichten. Ich mache mir Sorgen um Talea.

Sie ist teilnahmslos und apathisch geworden. Sie ist in der Dusche zusammengebrochen und wurde bewusstlos auf der Toilette gefunden.“ Das sei etwa zwei Wochen gewesen, bevor das Mädchen starb. Bei diesem Gespräch in der Klinik Langenberg, das die Stadt nicht bestätigen wollte, war ein Sozialarbeiter anwesend. Taleas Mutter macht dort eine Alkohol-Therapie. Der Sozialarbeiter ist derzeit in Urlaub und nicht erreichbar.

Die Angehörigen sprechen von faustgroßen Hämatomen

Warum hat das Jugendamt das Kind nicht aus der Pflegefamilie geholt, wenn die Sachbearbeiterin alarmiert war? Die Mutter weiß es nicht. Talea, so schildert sie, war ein gesundes und fröhliches Kind.

„Ich habe alle Untersuchungen bei unserer Kinderärztin machen lassen, Talea war vollkommen in Ordnung“, wehrt sie sich gegen Behauptungen, das Kind hätte Bewegungsstörungen gehabt, sei deswegen oft hingefallen und habe daher auch blaue Flecken gehabt.

Taleas Vater sitzt neben ihr, auch er bemüht sich um Fassung. Das ist fast nicht durchhaltbar, als die Cousine des Vaters und Taleas Onkel erzählen, wie schlimm zugerichtet das Mädchen aussah, als sie es ein letztes Mal sahen. Abschied nahmen. Sie sprechen von faustgroßen Hämatomen an der Stirn und einer großen Narbe im Gesicht – trotz dicker Schminke deutlich sichtbar. Die Oma weint.

Es ist eine Tragödie. Die Oma zeigt einen Handy-Video-Film, auf dem die kleine Talea putzmunter ist, von Bewegungsstörungen keine Spur. Die Mutter hatte sich selbst an das Jugendamt gewandt und um Hilfe gebeten, da sie Sorge hatte, „dass ihr alles über den Kopf wachse“.

Dass man ihr daraufhin ohne Vorwarnung am 6. September 2007 die beiden Mädchen, Talea hat eine zweijährige Schwester, abnehmen und in eine Pflegefamilie geben würde, das hatte sie nicht geahnt.

„Hätte ich das Jugendamt nicht angerufen, würde meine Kleine noch leben“, sagte sie leise. Der Vater, er hatte mit der Mutter das gemeinsame Sorgerecht für Talea, sagt, er sei nicht einmal offiziell darüber informiert worden, dass seine Tochter in Obhut genommen wurde.

„Das hat mein Papa getan“, soll das Mädchen gesagt haben, als sie im Kindergarten einem fremden Mann ihr blaues Auge gezeigt hat. Gemeint war der Pflegevater. Zu dieser Zeit hatte Talea ihren leiblichen Vater schon Monate nicht mehr gesehen, lebte bei der Pflegefamilie.

Der Mann habe die Kindergartenleitung und das Jugendamt informiert. Er sei auch als Zeuge von der Polizei vernommen worden, erzählt der Onkel, der sich um die Beerdigung seiner Nichte kümmert. Auch dies wollte die Stadt nicht bestätigen.

Taleas Familie fühlt sich allein gelassen

Die Familie fühlt sich alleine gelassen, dem Onkel bebt die Stimme, als er erzählt, dass seine Schwester aus den Medien erfahren habe, dass ihr Kind gewaltsam zu Tode gekommen ist. Fünf Menschen sitzen zusammen und können sich nicht erklären, weshalb Talea sterben musste. Aus ihren Mienen spricht Verzweiflung.

Eine Mischung aus Betroffenheit und Wut einte gestern Nachmittag Familie, Nachbarn und Freunde. 70 Menschen waren an die Kleestraße gekommen. Sie legten vor dem Haus der Pflegefamilie Stofftiere und Blumen nieder, Polizeibeamte regelten den Verkehr. Von der Stadt kam niemand. „Wo ist der Oberbürgermeister? Wo das Jugendamt? Wo sind die Menschen, die für diese Tragödie verantwortlich sind?“, fragte ein Vater wütend in die Runde.

Fall Kevin

Vorwürfe Im Mai 2006 starb der zweijährige Kevin aus Bremen. Zwei damals für Kevin zuständigen Mitarbeitern des Jugendamts wirft die Staatsanwaltschaft fahrlässige Tötung durch Unterlassen vor. Es habe „schwerwiegede Alarmzeichen“ gegeben, die die Sozialarbeiter missachtet hätten.

Das Jugendamt hat versagt.Kommentar von Nikola Dünow

Taleas Mutter wandte sich im Herbst 2007 an das Jugendamt. Die alkoholkranke Frau hatte Sorge, dass ihr die Situation mit ihren beiden kleinen Töchtern Talea (5) und Lenya (2) über den Kopf wachsen könnte. Das Jugendamt nahm die Mädchen aus der Familie, um sie zu schützen. Doch die Kontrollmechanismen haben versagt. Heute ist Talea tot, sie wurde misshandelt.

Offenbar hat es von mehreren Seiten vor Taleas Tod Hinweise auf Verletzungen gegeben. Doch das Jugendamt hat nicht reagiert, hat Talea nicht aus der Pflegefamilie genommen. Obwohl es in anderen Städten Fälle wie den des kleinen Kevin gegeben hat, hat es versagt. Das muss personelle Konsequenzen haben. So etwas darf nicht noch einmal passieren. Für die Angehörigen ist das dennoch kein Trost: Talea ist tot.

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Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:45 Uhr
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27. März 2008 - 00:00 Uhr

Taleas Tod: Massive Vorwürfe gegen Wuppertaler Jugendamt
Eine Stadt trauert um ein kleines Mädchen, dessen Tod wohl hätte verhindert werden können.


Wuppertal. Es ist eine unfassbare Tragödie. Die fünfjährige Talea S., die am Dienstag vergangener Woche in der Kinderklinik Wuppertal-Barmen gestorben ist, könnte wohl heute noch leben, wenn sich ihre leibliche Mutter nicht an das Jugendamt der Stadt Wuppertal gewandt hätte.

Talea wurde getötet. Unter dringendem Tatverdacht steht ihre Pflegemutter Kaja G., die seit Karfreitag in Untersuchungshaft sitzt und schweigt.

Es ist die nackte Verzweiflung, die der leiblichen Mutter und auch dem Vater ins Gesicht geschrieben steht. Sie sind beide keine Gewinner. Die Mutter ist alkoholkrank, der Vater hatte mit Drogen zu tun, sie haben sich gegenseitig geschlagen. Sie sind keine Vorzeigeeltern.

Diesen Eindruck wollen sie im Gespräch mit unserer Zeitung auch gar nicht erwecken. „Mir ist alles über den Kopf gewachsen, ich hatte eine Kontopfändung, musste eine Therapie machen“, sagt die Mutter, sie hält den Kopf gesenkt, ihre Stimme bricht.

Die Mutter hatte das Jugendamt um Hilfe gebeten

Im September 2007 hatte sie das Wuppertaler Jugendamt angerufen und dort um Hilfe gebeten. Noch am selben Abend kamen städtische Mitarbeiter und nahmen die fünfjährige Talea und deren zweijährige Schwester aus der Familie. Einfach so, unangemeldet, die Mutter wusste von nichts, der Vater wurde nicht einmal informiert.

„Hätte ich das Jugendamt nicht angerufen, würde meine Kleine noch leben“, sagt die junge Frau mit leiser Stimme. Die Oma des Mädchens sitzt neben ihr, sie weint. Der Vater guckt geradeaus, starr, keine Regung. Was soll er auch sagen.
Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt gegen Mitarbeiter des Jugendamtes wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen. Es gibt Anhaltspunkte, dass Mitarbeiter bereits vor dem Tod des Mädchens von dessen Verletzungen gewusst haben. Gegen drei Frauen wird nach Informationen unserer Zeitung ermittelt.

Dies wollen weder die Stadt noch die Staatsanwaltschaft bestätigen. Gestern hat das Bundeskriminalamt die Spurensicherung übernommen. Es gibt bisher wenig verlässliche Informationen, welchem Martyrium die kleine Talea ausgesetzt war, weshalb sie so schlimme Verletzungen hatte und vor allem: Weshalb das Mädchen nicht besser geschützt wurde.

Die Mutter erhebt massive Vorwürfe gegen das Jugendamt. Etwa zwei Wochen vor dem Tod des Mädchens habe sie die zuständige Sachbarbeiterin der Behörde in der Therapie-Klinik Langenberg aufgesucht und ihr gesagt: „Ich habe schlechte Nachrichten.

Ich mache mir Sorgen um Talea. Sie ist teilnahmslos und apathisch geworden. Sie ist in der Dusche zusammengebrochen und wurde bewusstlos auf der Toilette gefunden.“ Die Stadt sagt erneut, das könne sie nicht bestätigen. Aber: Bei diesem Gespräch soll der Sozialarbeiter der leiblichen Mutter anwesend gewesen sein. Der Mann ist derzeit nicht erreichbar.

Ein Notarzt soll Talea mehrfach behandelt haben

Warum hat das Jugendamt das Kind nicht schon zu diesem Zeitpunkt aus der Familie geholt? Die Mutter sagt, sie weiß es nicht. Ein Notarzt soll Talea vor ihrem Tod mehrfach behandelt haben. Wenn dem so ist, hätte er das Jugendamt unterrichten müssen. Die Stadt bestätigt nichts. Der Datenschutz verbiete dies.

„Talea war ein gesundes und munteres Kind“, schildert die Mutter ihre Tochter und verwahrt sich gegen Behauptungen, das Mädchen habe unter motorischen Störungen gelitten, sei deswegen oft hingefallen, was viele blaue Flecken verursacht habe.
„Ich habe alle Untersuchungen bei unserer Kinderärztin machen lassen, Talea war vollkommen in Ordnung“, bekräftigt die Mutter, und der Onkel des toten Mädchens ergänzt: „Wir haben sie immer Gummiknochen genannt, weil sie so beweglich war.“

Schlimme Verletzungen im Gesicht des Kindes

Er war dabei, als die Familie Abschied von der aufgebahrten Talea nahm, er hat sie gesehen, die Verletzungen. Mit stockender Stimme erzählen er und die Großtante, wie schlimm zugerichtet das Kind aussah. Sie sprechen von faustgroßen Hämatomen auf der Stirn und einer Narbe im Gesicht – trotz dicker Schminke deutlich sichtbar. Und wieder weint die Oma, der Onkel hat Mühe, sich zu beherrschen.

„Das hat mein Papa getan“, soll das Mädchen gesagt haben, als sie im Kindergarten einem fremden Mann ihr blaues Auge gezeigt hat. Das war Anfang des Jahres. War der Pflegevater gemeint?

Zu dieser Zeit hatte Talea ihren leiblichen Vater schon Monate nicht mehr gesehen, lebte in der Pflegefamilie. Der Mann habe die Kindergartenleitung und auch das Jugendamt informiert, sei inzwischen von der Polizei als Zeuge vernommen worden.

Auch das will die Stadt nicht bestätigen. Und der Anwalt der Pflegemutter meldet sich in der Redaktion und sagt, das sei eine kühne Behauptung, die dürfe man nicht schreiben. Alle haben Anwälte, so ist das; die verdächtige Pflegemutter, die Jugendamtsmitarbeiter, die leiblichen Eltern. Nur ein Mensch hatte keinen Anwalt: die kleine Talea.

Ermittlungen,Vorwürfe, Spuren
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Pflegemutter wegen des Verdachts auf Totschlag und gegen das Jugendamt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen und unterlassene Hilfeleistung.

Noch ist unklar, wer das Mädchen getötet hat. Am Donnerstag hat das Wiesbadener Bundeskriminalamt die Spurensicherung in Wuppertal-Heckinghausen übernommen. Die Fahnder waren mehrere Stunden in der Wohnung in der Kleestraße.

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Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:46 Uhr
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27. März 2008 - 00:00 Uhr

Das Jugendamt wusste Bescheid
Jetzt ermittelt auch das BKA. Die Stadt veröffentlicht erschreckende Details zum Fall.


Wuppertal. Mehrere Stunden untersuchten Mitarbeiter der Spurensicherung gestern erneut die Wohnung, in der die kleine Talea S. lebte, bevor sie am Dienstag vergangener Woche in der Barmer Kinderklinik gestorben ist. Nun ist auch das Wiesbadener Bundeskriminalamt in den Fall eingeschaltet, der in ganz Deutschland für Betroffenheit und Entsetzen sorgt.

Das BKA habe nach Auskunft der Wuppertaler Staatsanwaltschaft die technisch bessere Ausrüstung, deswegen sei es nun mit der Spurensicherung in der Wohnung an der Kleestraße betraut worden. Ob es Hinweise auf sexuellen Missbrauch gebe und das der Grund sei, warum jetzt auch das BKA eingeschaltet wird?

„Wir ermitteln nach wie vor in alle Richtungen“, sagte Staatsanwalt Kaune-Gebhardt. Auch zur genauen Todesursache des Mädchens wollte er noch keine Informationen geben.

An der Kleestraße wohnte das fünfjährige Mädchen seit einem halben Jahr bei der Pflegefamilie, bevor es gewaltsam zu Tode kam. Dringend tatverdächtig ist die 38-jährige Pflegemutter Kaja G., die seit Karfreitag in Untersuchungshaft sitzt. Zu den Vorwürfen, für den Tod der kleinen Talea verantwortlich zu sein, schweigt sie weiterhin.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, zumal die Staatsanwaltschaft auch gegen Mitarbeiter des Wuppertaler Jugendamtes wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen und unterlassene Hilfeleistung ermittelt.

Nach Informationen der WZ richten sich diese Ermittlungen gegen insgesamt drei städtische Mitarbeiterinnen. Dies wollte die Staatsanwaltschaft jedoch nicht bestätigen. „Das primäre Interesse liegt bei der Sachbearbeitung. Wir müssen untersuchen, wie viele daraus werden und wer da noch Entscheidungsträger war“, sagt die Staatsanwaltschaft.

Die Räume des Jugendamtes sind bereits durchsucht, zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt worden. Bisher sind offenbar keine Mitarbeiter des Jugendamtes vernommen worden. Darüber hinaus werden Nachbarn und Zeugen aus dem sozialen Wohnumfeld befragt – dazu gehört auch der Pflegevater.

In einer nichtöffentlichen Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses informierte die Stadt Donnerstag über den Fall. Aus der Zusammenfassung der Aktenlage, die der WZ vorliegt, geht eines klar hervor:
Zahlreiche Hinweise auf nicht eindeutig zu erklärende Verletzungen bei Talea – vor allem von Seiten des Kindergartens – haben nicht dazu geführt, Talea aus der Pflegefamilie zu nehmen.

„Das Jugendamt hat die Situation dargestellt. Es ging nicht darum, Vorwürfe zu entkräften“, sagte ein Ausschussmitglied nach der Sitzung. Nach der fast zweistündigen Sitzung seien viele Fragen offen geblieben, hieß es. Warum sei der Kinderarzt des Mädchens nie zu Rate gezogen worden?

Warum reagierte niemand auf die Verletzungen des Mädchens, die angeblich von dem Hund der Pflegefamilie stammten? Auf diese und andere Fragen habe es keine Antworten gegeben. Jegliche Diskussion sei abgewürgt worden, sagt ein anderes Ausschussmitglied.

Die Stadt teilte auf Nachfrage der WZ mit, dass der tragische Tod Taleas nach jetzigem Ermittlungsstand keine personellen Konsequenzen nach sich ziehe. „Für Beurlaubungen gibt es keine Grundlage.

Für uns gilt die Unschuldsvermutung“, sagte Stadtsprecherin Martina Eckermann. Allerdings werde ein unabhängiges Institut damit beauftragt, das gesamte Betreuungsverfahren mit Blick auf den Jugendschutz und mögliche Versäumnisse zu überprüfen.

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:47 Uhr
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28. März 2008 - 23:55 Uhr

Der offene Brief des Oberbürgermeisters zum Tod der kleinen Talea
Oberbürgermeister Peter Jung verspricht, die Staatsanwaltschaft bei der Aufklärung des Falls zu unterstützen - auch hinsichtlich eines "eventuellen Fehlverhaltens" der Stadt.


Liebe Wuppertalerinnen und Wuppertaler,
unsere Stadt ist tief betroffen vom Tod der kleinen Talea. Ich weiß, dass es Ihnen wie mir geht: Dies gehört zum Schlimmsten, was man sich vorstellen kann. Unser Mitgefühl gilt den Eltern und der Familie, denen wir helfen wollen, mit dem Unfassbaren zu leben.

Es ist uns in den letzten Tagen gelungen, wieder ein Vertrauensverhältnis zu den Eltern aufzubauen. Am Donnerstag konnte ich in einem persönlichen Gespräch mit ihnen die Betroffenheit der Stadt deutlich machen und unsere Anteilnahme bekunden. Auch konnten wir umfassende Hilfe für die Familie auf den Weg bringen. Ein Ergebnis dieses Gespräches ist es auch, dass ich an der Beerdigung von Talea, die im engsten Kreis stattfinden wird, teilnehmen darf.

Wir alle kennen im Moment den genauen Tathergang und seine Umstände noch nicht. Ich habe den Eltern versichert, dass wir die Staatsanwaltschaft in allem unterstützen, damit der gewaltsame Tod von Talea in allen Facetten aufgeklärt wird, auch wenn es ein eventuelles Fehlverhalten der Stadt betrifft.

Mein Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn hat zur Aufarbeitung gemeinsam mit der Fachverwaltung eine lückenlose Chronologie über die Auswahl der Pflegefamilie, die Umstände, unter denen Talea in Pflege genommen werden musste, und die Zeit in der Pflegefamilie erstellt. Um für die Öffentlichkeit Transparenz zu schaffen, haben wir die Teile, die nicht dem Sozialdatenschutz unterliegen, veröffentlicht.

Um es nochmals deutlich zu sagen: Die Frage von Schuld kann nur durch die Staatsanwaltschaft geklärt werden. Selbstverständlich sind nach Vorliegen dieser Ergebnisse gegebenenfalls entsprechende Konsequenzen zu ziehen – dann, aber auch erst dann!

Um festzustellen, ob es Schwachstellen und Mängel unterhalb einer strafrechtlichen Relevanz gibt, werden wir nach Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ein unabhängiges Fachinstitut mit einer Untersuchung des Falles beauftragen. Sie sehen, wir tun alles, um eine lückenlose Aufklärung zu erreichen.
Bitte schließen Sie Talea in Ihre Gebete ein. Wir alle trauern mit ihrer Familie.

Ihr
Peter Jung

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:48 Uhr
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28. März 2008 - 00:00 Uhr

Zeuge: Wurde Taleas Hilferuf ignoriert?
Die WZ sprach mit dem Mann, der Taleas Verletzungen der Leitung des Kindergartens gemeldet hat.


Wuppertal. Die Ermittlungen zum gewaltsamen Tod der kleinen Talea in Heckinghausen laufen auch Hochtouren. Bis gestern hat die Wuppertaler Staatsanwaltschaft mehr als 20 Zeugen vernommen, um den tragischen Fall aufzuklären.
Wie berichtet, starb das fünfjährige Mädchen in der Barmer Kinderklinik, ihre Pflegemutter Kaja G. ist dringend tatverdächtig und sitzt in Untersuchungshaft. Nach Auskunft von Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt schweigt die 38-jährige Pflegemutter noch immer zu den Vorwürfen.

Blaue Flecken im Gesicht und auf den Armen

Gestern hat die WZ mit dem Mann gesprochen, der die Verletzungen von Talea vor dem Kindergarten gesehen hat. Er ist Wuppertaler und heißt Nihat Karakaya. Gegenüber der WZ bestätigte er, dass Talea eine Woche vor ihrem Tod im Gesicht blaue Flecken hatte und auf weitere Flecken auf ihren Armen zeigte. Dabei habe das Mädchen auf Nachfrage gesagt, dass dies ihr „Papa“ getan habe, wie Karakaya gestern bestätigte.

Zu dieser Zeit lebte das Mädchen bei der Pflegefamilie, hatte ihren leiblichen Vater monatelang nicht gesehen. Karakaya hatte die Kindergartenleitung davon sofort informiert und ist kurz nach dem Tod von Talea zur Polizei gegangen, um dort seine Aussage zu machen. Das bestätigt auch Jennifer Hohmeier, deren Tochter zusammen mit der kleinen Talea in den Kindergarten gegangen ist. Jennifer Hohmeier war dabei, als Nihat Karakaya mit dem Mädchen sprach.

In der Chronologie der Stadt steht mehrfach, dass der Kindergarten davon ausging, dass Talea zu Hause bei ihren Pflegeeltern nicht geschlagen werde. Das passt aber nicht mit der Schilderung des jungen Mannes zusammen, und es würde bedeuten, dass der Kindergarten die Meldung von Nihat Karakaya über die blauen Flecken nicht an das Jugendamt weiter gegeben hat.

Wenn der Kindergarten jedoch das Jugendamt informiert hat, dann weist die Chronologie der Stadt entscheidende Lücken auf. Die Kindergartenleitung war gestern nicht zu erreichen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mitarbeiter des Jugendamtes wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen und unterlassene Hilfeleistung. Laut Staatsanwaltschaft gibt es Anhaltspunkte, dass Mitarbeiter des Jugendamtes von den Verletzungen der kleinen Talea gewusst haben.

Die Obduktion des Mädchens ist zwar abgeschlossen, aber aus ermittlungstaktischen Gründen teilte der Staatsanwalt auch gestern nicht die Todesursache mit. Zudem wird das Kind noch immer untersucht, und zwar danach, ob es sexuell missbraucht worden ist. Auf die Frage, ob die Staatsanwaltschaft wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt, antwortete Kaune-Gebhardt: „Wir ermitteln in alle Richtungen und auch in diese Richtung.“

In der Pflegefamilie, in der Talea gelebt hatte, lebten auch die beiden leiblichen Kinder der Pflegefamilie. Sie wurden nach der Verhaftung der Mutter in Pflegefamilien untergebracht. Der Vater, gegen den offiziell nicht ermittelt wird, durfte sie nicht behalten. Warum? „Das war zum Schutz der Kinder, aus Gründen äußerster Vorsicht“, erklärt der Staatsanwalt den ungewöhnlichen Schritt. Ob gegen den 41-jährigen Vater mittlerweile doch ermittelt wird, wollte er nicht sagen.

Unterdessen hat sich Oberbürgermeister Peter Jung in einem offenen Brief an die Wuppertaler gewandt. Darin schreibt Jung unter anderem: „Die Frage von Schuld kann nur durch die Staatsanwaltschaft geklärt werden. Selbstverständlich sind nach Vorliegen dieser Ergebnisse entsprechende Konsequenzen zu ziehen – dann, aber auch erst dann.“

„Ich habe den Eltern versichert, dass wir die Staatsanwaltschaft in allem unterstützen, damit der gewaltsame Tod von Talea in allen Facetten aufgeklärt wird, auch wenn es ein eventuelles Fehlverhalten der Stadt betrifft.“ „Sie sehen, wir tun alles, um eine lückenlose Aufklärung zu erreichen. Bitte schließen Sie Talea in ihre Gebete ein. Wir alle trauern mit der Familie.“

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:49 Uhr
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30. März 2008 - 00:00 Uhr

Der Kindergarten wehrt sich
Der Vorwurf: Die Chronologie der Stadt sei zu einseitig. Nur die Stadt konnte überprüfen, ob es Misshandlungen gab.


Wuppertal. Im Fall Talea meldet sich jetzt auch der Kindergarten, den das kleine Mädchen bis zu seinem gewaltsamen Tod am Dienstag vor zwei Woche besucht hat, zu Wort und wehrt sich gegen die chronologische Falldokumentation, die die Stadt in Auszügen veröffentlicht hat.

„Die Darstellung in der Chronologie ist aus unserer Sicht zu einseitig. Wir haben ausdrücklich den Kontakt zum Bezirkssozialdienst gesucht und auf die Möglichkeit der körperlichen Misshandlung hingewiesen“, sagt Thomas Kroemer, Vorsitzender des Verbandes Evangelischer Kindertagesstätten in Barmen (Vekib).

Im Gespräch mit der WZ betonte Kromer am Sonntag, dass das Team des Kindergartens „außerordentlich verantwortlich und fürsorglich“ mit der Situation und dem Kind umgegangen sei. Bereits im März 2007 seien Auffälligkeiten bei Talea wahrgenommen und an die Stadt gemeldet worden. Zu diesem Zeitpunkt lebte die Fünfjährige noch in ihrer Familie und nicht bei den Pflegeeltern an der Kleestraße in Heckinghausen.

Nachdem das Kind im Herbst durch das Jugendamt in einer Pflegefamilie untergebracht wurde, habe es weiterhin intensiven Kontakt mit dem Bezirkssozialdienst gegeben. Auch der Vorgang, bei dem Talea zu dem Bekannten einer Kindergartenmutter gesagt haben soll, sie sei vom Vater geschlagen worden, sei an das betreuende Team weitergegeben worden. Daraufhin habe das Team Talea noch einmal genau in Augenschein genommen.

Geschwollenes Gesicht und ein entzündetes Auge

Nach der Einschätzung des Kindergartens gab es beim Kind keine neuen oder aktuell hinzu gekommenen Verletzungen, sondern es handelte sich um Verletzungsspuren von zurückliegenden Ereignissen, die sowohl dem Jugendamt als auch dem Kindergarten bekannt waren und nicht eindeutig durch körperliche Gewalt verursacht waren. Allerdings habe allein die Stadt die Möglichkeit und den Zugriff gehabt, zu überprüfen, ob Talea in der Pflegefamilie doch Misshandlungen ausgesetzt war, so Kroemer.

Aus der Dokumentation der Stadt geht hervor, dass der Kindergarten mehrfach auf Verletzungen bei Talea hingewiesen hat. Dort wird unter anderem ein geschwollenes Gesicht und ein entzündetes Auge erwähnt. In der Chronologie heißt es auch wörtlich: „Der Kindergarten teilt weiter mit, dass nicht davon ausgegangen wird, dass das Kind in der Pflegefamilie geschlagen würde“ (Notiz vom 15. Januar 2008).

Wir stehen „voller Entsetzen und Erschrecken vor dem tragischen Tod des Kindes“ sagt Kroemer. „Im Nachhinein muss das Handeln aller, die für das Kind Verantwortung hatten, als mangelhaft empfunden werden, da man den Tod des Kindes nicht hat verhindern können.“

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:50 Uhr
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31. März 2008 - 00:00 Uhr

Fall Talea: „Wir haben akzeptiert, was die Pflegemutter gesagt hat“
Die Stadt äußert sich und wartet auf Ergebnisse der Staatsanwaltschaft. Das Kind wurde am Dienstag beerdigt.


Wuppertal. Am Dienstag wurde Talea (5) im engsten Familienkreis beerdigt. Am Montag äußerte sich die Stadt zu dem Tod der Fünfjährigen. Neue Erkenntnisse, wie es zu Taleas Tod kommen konnte, gab es dabei nicht. „Die Staatsanwaltschaft ist jetzt am Zuge, Ermittlungsergebnisse bekanntzugeben. Dann und erst dann ist es an uns, gegebenenfalls Konsequenzen zu ziehen“, sagte Oberbürgermeister Peter Jung.

Wie berichtet, starb Talea am Dienstag vor zwei Wochen in der Kinderklinik Barmen. Die Obduktion ergab, dass das Kind misshandelt worden war. Die genaue Todesursache wollte die Staatsanwaltschaft mit Hinweis auf die Ermittlungen noch nicht bekannt geben. Die 38-jährige Pflegemutter Kaja G. sitzt wegen Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft. Sie schweigt zu den Vorwürfen. Gegen Mitarbeiter des Jugendamts wird wegen möglicher Versäumnisse ermittelt.

Hinweise auf Verletzungen wie blaue Flecken oder ein geschwollenes Gesicht habe man auf die motorische Schwäche der Fünfjährigen zurückgeführt, so Jugendamtsleiter Dieter Verst. Talea sei in diesem Bereich schon bei der Vorsorgeuntersuchung U4 aufgefallen, bevor sie in die Pflegefamilie gekommen sei, sagte er. Die Pflegemutter hatte berichtet, dass Talea mehrfach in der Dusche ausgerutscht sei.

Bei einem der Besuche in der Pflegefamilie im Januar, bei dem ein blauer Fleck und eine Bisswunde des Hundes aufgefallen worden war, begutachtete die Sozialarbeiterin auch Taleas Vorsorgeuntersuchungsheft. Ein gesondertes Gespräch mit dem behandelnden Kinderarzt über Verletzungen und Auffälligkeiten des Mädchens hat es darüber hinaus nicht gegeben. „Wir haben akzeptiert, was die Pflegemutter uns gesagt hat. Wir sind nicht von Gewalt in der Pflegefamilie ausgegangen. Wir hatten den Eindruck, dass die Pflegemutter das gut macht“, so Verst.

Ob sich die Stadt heute in einem ähnlichen Fall genauso verhalten würde? Dazu Verst: „Wir müssen uns fragen, ob unsere Standards stimmen und ob wir uns direkt an den Kinderarzt wenden und ihn gegebenenfalls von der Schweigepflicht entbinden.“

Auch über die Pflegefamilie, in der Talea seit September 2007 lebte, wurde mehr bekannt: Sie war seit April 2007 als Bereitschaftspflegefamilie für die Betreuung von bis zu vier Monaten anerkannt. Talea war als erstes Kind dort untergebracht. Bei ihr habe sich der Aufenthalt verlängert, weil überprüft werden sollte, ob sie doch in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren könne.

Der Hauptkontakt bestand zur Pflegemutter, da der Pflegevater teilweise über mehrere Tage hinweg nicht zu Hause war. Schon lange stand allerdings fest, dass Talea wegen ihres „besonderen Förderungsbedarfs“ in eine Erziehungsstelle wechseln sollte. Für April waren die ersten Kontakte mit der neuen Pflegefamilie mit pädagogischem Hintergrund geplant.

Heute macht der Sozialarbeiter, der laut Taleas leiblicher Mutter bei dem Jugendamts-Besuch in der Suchtklinik anwesend war, seine Aussage. Bei dem Treffen soll die Mitarbeiterin Taleas Mutter gesagt haben, sie mache sich Sorgen um Talea, diese sei apathisch geworden.

Nach anonymen Drohungen gegen den Bezirkssozialdienst, der für Talea zuständig war, hat die Stadt eine Sicherheitsfirma mit der Überwachung der Dienststelle beauftragt.

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:51 Uhr
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2. April 2008 - 00:00 Uhr

Chronologie zum Tod der fünfjährigen Talea
Viele Fragen sind offen. Die WZ gibt einen Überblick über wichtige Stationen des Falls.


18. März 2008
Am Dienstagabend geht bei der Polizei ein Notruf ein. „Kind in Wanne“ heißt es. Die 38-jährige Pflegemutter Kaja G. hatte die Rettungskräfte gerufen. Wenig später stehen drei Rettungswagen und der Kindernotarzt vor dem Haus in der Kleestraße. Dort lebte Talea seit September 2007 bei ihrer Pflegemutter Kaja G., deren Mann und zwei weiteren Kindern. Die Retter berichten davon, dass die Fünfjährige von Hämatomen gezeichnet gewesen sei. Sie stirbt wenig später in der Kinderklinik in Barmen.

21. März 2008
Bei der Obduktion wurde äußere Gewalteinwirkung festgestellt. Die genaue Todesursache wird unter Verschluss gehalten. Unter dringendem Tatverdacht des Totschlags an Talea S. wird die Pflegemutter am 21. März dem Haftrichter vorgeführt. Zwei Stunden dauert die Vernehmung.

Dabei soll es vorwiegend um die persönlichen Verhältnisse der 38 Jahre alten Wuppertalerin gegangen sein. Zu den Vorwürfen schweigt Kaja G. Die Pflegemutter muss in Untersuchungshaft. Der Pflegevater steht laut Staatsanwaltschaft nicht unter Tatverdacht.

Nach Informationen der WZ wurden dem Jugendamt wiederholt „Auffälligkeiten“ gemeldet. Es habe angekündigte und unangekündigte Hausbesuche des Jugendamtes gegeben. Doch die Behörde sah keinen Grund, das Kind aus der Familie zu nehmen. Die beiden Stiefgeschwister des toten Mädchens werden in einer Pflegefamilie untergebracht.

25. März 2008
Der Elternverband Bergisch Land, der sich um Taleas leibliche Eltern und die Familie kümmert, wendet sich an die WZ: Taleas leibliche Mutter habe unregelmäßigen Kontakt zu Talea gehabt. Bei einem der Besuche in der Wohnung der Mutter sei dieser bereits Ende 2007 ein blaues Auge aufgefallen. Dies sei dem Jugendamt gemeldet worden. Dort hieß es, das Kind sei gestürzt, so die Anwältin der Eltern. Gleichzeitig erfährt die WZ, dass Talea Koordinationsschwierigkeiten gehabt haben soll und deshalb wiedeholt gefallen sei.

26. März 2008
Polizei und Staatsanwaltschaft veröffentlichen den Ermittlungsstand zum Tod der Fünfjährigen: Das vorläufige Obduktionsergebnis bestätigt einen gewaltsamen Tod. Unter dringendem Tatverdacht steht Taleas Pflegemutter. Die Ermittlungen ergaben Anhaltspunkte dazu, dass dem Jugendamt bereits vor dem Tod des Mädchens Hinweise auf Verletzungen vorlagen. Ein Ermittlungsverfahren gegen Mitarbeiter des Jugendamtes Wuppertal wird eingeleitet. Räumlichkeiten des Amtes werden durchsucht, Akten sichergestellt.

Taleas Familie kommt in die WZ-Redaktion und erhebt schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt: Eine Mitarbeiterin habe ihr bei einem Besuch in der Klinik, wo sie zur Alkohol-Therapie gewesen sei, mitgeteilt, dass sie sich große Sorgen um Talea mache. Sie sei apathisch und bei ihrer Pflegefamilie mehrfach zusammengebrochen, so die Aussage von Taleas Mutter.
Familie, Nachbarn und Freunde trauern an der Kleestraße um Talea.

27. März 2008
Auch das BKA ermittelt jetzt. Mehrere Stunden untersuchte ein Team der Spurensicherung die Wohnung der Pflegeeltern. In einer vorverlegten nicht öffentlichen Sitzung des Jugendhilfeausschusses informiert die Stadt über den Fall. Die Zusammenfassung der Aktenlage wird in Auszügen veröffentlicht. Aus der Dokumentation geht hervor, dass das Jugendamt in engem Kontakt zur Pflegefamilie stand
.
Gleichzeitig werden zahlreiche Hinweise auf nicht eindeutig zu erklärende Verletzungen – vor allem von Seiten des Kindergartens – dokumentiert. Unter anderem ein geschwollenes Gesicht, blaue Flecken und Bisswunden. Das Jugendamt führt Hausbesuche durch, sieht aber keine Anhaltspunkte dafür, dass Talea in der Pflegefamilie nicht gut versorgt wird. In der Dokumentation heißt es auch, dass der Kindergarten nicht davon ausgehe, dass Talea in der Pflegefamilie geschlagen werde.

Die Stadt teilt auf WZ-Nachfrage mit, dass Taleas Tod nach derzeitigem Ermittlungsstand keine personellen Konsequenzen nach sich ziehe. Es gelte die Unschuldsvermutung. Die Stadt will ein unabhängiges Institut damit beauftragen, das Betreuungsverfahren der Stadt zu überprüfen.

28. März 2008
Die WZ spricht mit dem Mann, der Taleas Verletzungen der Kindergartenleitung gemeldet hat. Oberbürgermeister Peter Jung äußert sich in einem offenen Brief. Darin heißt es unter anderem: „Die Frage von Schuld kann nur durch die Staatsanwaltschaft geklärt werden.“

30. März 2008
Der Kindergarten, den Talea besuchte, wehrt sich gegen die von der Stadt veröffentlichte Chronologie. Sie sei zu einseitig. Der Kindergarten habe immer auf die Möglichkeit der körperlichen Misshandlung bei Talea hingewiesen.

31. März 2008
Die Stadt äußert sich zum Fall Talea. Neue Erkenntnisse, wie es zu ihrem Tod kommen konnte, gibt es nicht. Hinweise auf Verletzungen habe man auf die motorische Schwäche der Fünfjährigen zurückgeführt, sagte Jugendamtsleiter Dieter Verst. Ob sich die Stadt heute in einem ähnlichen Fall genauso verhalten würde? Verst: „Wir müssen uns fragen, ob unsere Standards stimmen und ob wir uns direkt an den Kinderarzt wenden.“ Nach anonymen Drohungen gegen den zuständigen Bezirkssozialdienst, hat die Stadt eine Sicherheitsfirma beauftragt.

1. April 2008
Talea wird im engsten Familienkreis auf dem Unterbarmer Friedhof beigesetzt.

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:52 Uhr
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2. April 2008 - 00:00 Uhr

Tod als "Folge massiver Gewalt"
Jugendamt wusste am 1. Februar von "angeblichem" Sturz des Mädchens in der Dusche - und informierte die Mutter.


Wuppertal. Das Jugendamt Wuppertal hat der leiblichen Mutter der getöteten Talea nach Recherchen der WZ bereits am 1.Februar dieses Jahres in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass es sich um das Mädchen Sorgen macht und während dieses Gesprächs auch vorgeschlagen, das fünfjährige Kind aus der Pflegefamilie zu nehmen und in eine Erziehungsstelle zu geben.

Talea war am 18. März in der Kinderklinik Barmen gestorben. Unter dringendem Tatverdacht steht die Pflegemutter, die in Untersuchungshaft sitzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Mitarbeiter des Jugendamts wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen.

Bereits vor einer Woche hatte die leibliche Mutter des Kindes erklärt, dass sie während ihrer Alkoholtherapie in der Suchtklinik Langenberg von einer Mitarbeiterin des Jugendamtes aufgesucht worden war und die Frau zu ihr gesagt habe, dass sie sich Sorgen um Talea mache, das Kind apathisch geworden und bewusstlos auf der Toilette gefunden worden sei. Zudem sei das Kind in der Dusche gestürzt und habe sich verletzt.

Diese Aussage wollte die Stadt vor einer Woche nicht bestätigen, führte den Besuch der Mitarbeiterin jedoch in ihrer später veröffentlichten Chronologie auf – allerdings ohne eine inhaltliche Aussage.

Nach Recherchen der WZ ist das Gespräch zumindest in Teilen so verlaufen, wie die Mutter erzählt hatte, und gestern bestätigte Jugendamtsleiter Dieter Verst auf erneute Anfrage der WZ, dass man der Mutter in der Klinik tatsächlich mitgeteilt habe, dass Talea in der Dusche „angeblich“ ausgerutscht sei und sich verletzt habe.

Zudem hat die Stadt der Mutter bereits zu diesem Zeitpunkt – also mehr als einen Monat vor dem Tod des Kindes - vorgeschlagen, es aus der Pflegefamilie zu nehmen und anders unterzubringen. Laut Verst habe es aber zu diesem Zeitpunkt keinen Anhaltspunkt auf Misshandlungen gegeben.

Wie die WZ berichtete, hatte sich die Stadt gegen Vorwürfe verwahrt und erklärt, dass eine Welpe, die in der Pflegefamilie lebte, das Kind immer wieder verletzt habe. Dies und motorische Störungen hätten zu den blauen Flecken, die schon früher bei dem Kind festgestellt worden waren, geführt.

Der ermittelnde Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt erklärte gestern, dass für die bei der Obduktion festgestellten Verletzungen des Mädchens nur massive Gewalt in Frage komme: „Die Verletzungen sind Folgen stumpfer Gewalt.“ Seiner Auskunft nach könnten weder der Hund noch die motorischen Störungen alleine die Hämatome verursacht haben, die auf dem ganzen Körper des Mädchens zu finden sind. „Nach unseren Erkenntnissen scheiden andere Ursachen als Gewalteinwirkung aus“, sagte der Staatsanwalt. „Das hat nichts mit den Auffälligkeiten zu tun.“

Die Staatsanwaltschaft kann noch nicht absehen, wann sie die Todesursache bekannt geben wird. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, laut Kaune-Gebhard existieren lange Listen mit noch zu hörenden Zeugen.

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stolzerpaps
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.10.2009, 14:53 Uhr
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3. April 2008 - 00:00 Uhr

Die Wahrheit nur scheibchenweise.Kommentar von Robert Maus

Vorgestern ist die kleine Talea auf dem Unterbarmer Friedhof beerdigt worden. Die Bitte der Eltern, dieses letzte Geleit unter Ausschluss der Öffentlichkeit geben zu dürfen, wurde nicht von allen beachtet. Der Fall Talea sorgt mittlerweile bundesweit für Aufmerksamkeit, was auch daran liegt, dass die Wuppertaler Staatsanwaltschaft gegen das Jugendamt ermittelt.

Es besteht der Verdacht der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen, und in der Tat lautet die Gretchenfrage: Was haben die Mitarbeiter des Jugendamtes gewusst?

Die Recherchen der WZ haben gestern ergeben, dass eine Mitarbeiterin des Jugendamtes der Mutter bereits am 1. Februar ihre Sorgen mitgeteilt hat. „Das können wir nicht bestätigen“, hatte die Stadt vor einer Woche auf die Anfrage der WZ geantwortet.

Gestern bestätige Jugendamtsleiter Dieter Verst einen entscheidenden Teil dieses Gesprächs und verwies auf die veröffentlichte Chronologie. Dort ist das Gespräch in der Tat aufgeführt – aber ohne jeden Inhalt.

Daraus resultiert die Frage, was eine zur Entlastung angeführte Chronologie bringt, die offensichtlich entscheidende Inhalte vermissen lässt.

Die Stadt hat sich dagegen verwahrt, Fehler im Fall Talea gemacht zu haben. Das ist ihr gutes Recht und das verlangt auch die Fürsorgepflicht den betroffenen Mitarbeitern gegenüber. Noch hilfreicher wäre es, wenn nicht scheibchenweise neue Details bekannt würden und diese die Aussagen der Stadt mit Zweifeln belegten.

Auch wenn das Abwarten auf die staatsanwaltlichen Ermittlungen im Grundsatz richtig ist, so ist die Stadt doch auch in der Pflicht, selbst mögliche Versäumnisse aufzuarbeiten.

Die zur Entlastung angeführte Chronologie ist wertlos – sie dokumentiert nur, was öffentlich mitgeteilt werden soll und darf. Anders ist nicht zu erklären, dass der „angebliche“ Sturz in der Dusche darin nicht einmal ansatzweise erwähnt wird.

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