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Titel: Vereinbarung bei der Geburt?  BeitragVerfasst am: 30.09.2009, 18:41 Uhr
kennt sich aus


Anmeldung: 21. Jul 2008
Beiträge: 347

Zitat:
Vereinbarung bei der Geburt?
Von Brigitte Walser. Aktualisiert am 28.09.2009


Der Bundesrat will zur Regel machen, dass geschiedene Paare das Sorgerecht für die Kinder teilen. Die SP-Frauen fordern: Nicht erst bei der Scheidung, sondern schon bei der Geburt des Kindes müsse das Sorgerecht geregelt sein.
Wer betreut das kleine Wesen? Die SP-Frauen wollen dies gleich bei der Geburt in einer Vereinbarung festhalten.



Verheiratete Paare sollen bei der Geburt ihres Kindes schriftlich festhalten, wer wie viele Prozente der Kinderbetreuung übernimmt. Diese Forderung stellten die SP-Frauen Schweiz am Wochenende auf. Die schriftliche Vereinbarung der Eltern soll von der Vormundschaftsbehörde abgesegnet werden müssen. Nationalrätin Maria Roth-Bernasconi (SP, GE) reicht diese Forderung in der nächsten Session ein. Die SP-Frauen wollen damit auf alle Paare ausweiten, was bisher nur für unverheiratete Eltern gilt. Diese müssen eine solche Vereinbarung abschliessen, wenn sie für ihr Kind das gemeinsame Sorgerecht beantragen wollen.

Neues Gesetz als Auslöser

Die Forderung der SP-Frauen ist eine Reaktion auf die geplante Gesetzesänderung über das Sorgerecht. Der Bundesrat schlägt vor, das gemeinsame Sorgerecht zum Regelfall zu machen, und zwar sowohl für unverheiratete Paare als auch nach einer Scheidung. Die Botschaft dazu wird er wohl im nächsten Jahr vorlegen. Heute wird das Sorgerecht im Fall einer Scheidung im Regelfall entweder der Mutter oder dem Vater übertragen, das Gericht kann es aber auch beiden anvertrauen, sofern die Eltern dies beantragen und eine Vereinbarung über die Betreuung des Kindes vorlegen. Bei unverheirateten Paaren steht die elterliche Sorge heute im Regelfall der Mutter zu, aber auch hier können die Paare mit einer Vereinbarung das gemeinsame Sorgerecht beantragen.

«Leitfaden für Trennung»

«Eine Elternvereinbarung schon bei der Geburt des Kindes ist der Grundstein dafür, dass bei einer Scheidung überhaupt ein gemeinsames Sorgerecht realisiert werden kann», sagt Maria Roth-Bernasconi. Denn die Vereinbarung lege die Betreuungsverhältnisse dar, wie sie vor der Trennung existiert haben, und solle so als Leitfaden für die Aufteilung der Betreuung nach der Trennung dienen. Die Nationalrätin macht kein Hehl daraus, dass sie mit der geplanten Gesetzesänderung nicht einverstanden ist. «Diese Revision fällt nicht zu Gunsten der Mütter aus.» Es sei eine Realität, dass Väter nur wenig Zeit mit ihren Kindern verbringen würden. Ihr Kontakt zum Kind sei schon vor einer Trennung weniger eng als derjenige der Mutter.

Roth-Bernasconi ist überzeugt, dass die gemeinsame elterliche Sorge nicht zur Gleichstellung von Mann und Frau in Familie und Beruf beiträgt.

«Zu kompliziert»

Nationalrat Reto Wehrli (CVP, SZ) hat sich im Parlament für die gemeinsame elterliche Sorge starkgemacht. Den Vorstoss der SP-Frauen lehnt er ab, schon heute müssten sich werdende Eltern gemäss Gesetz über die Aufteilung der Kinderbetreuung verständigen. Dies von einer Behörde absegnen zu lassen sei kompliziert und ein Angriff auf die Privatautonomie. Ziel müsse sein, die Eltern stärker in die Verantwortung zu nehmen und nicht den Staat einzuschalten. Oliver Hunziker, Präsident der Schweizerischen Vereinigung für gemeinsame Elternschaft (Gecobi), findet die Idee der SP-Frauen «grundsätzlich nicht schlecht», wie er gestern auf Anfrage sagte. «Sie bedingt aber auch zwingend das gemeinsame Sorgerecht nach der Trennung oder Scheidung», betont Hunziker und fügt an, es gebe einige ungelöste Fragen, etwa wenn die Lebensumstände änderten: «Wie lange soll diese Vereinbarung gültig sein, und auf Grund von was könnte sie geändert werden?» (Berner Zeitung)

Erstellt: 28.09.2009, 07:43 Uhr


Quelle;http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Vereinbarung-bei-der-Geburt/story/16361843
 
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