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gila
5 Titel: KINDERGEBURTSTAGE ... Papa du musst draußen bleiben  BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 11:20 Uhr
Profi


Anmeldung: 08. Okt 2008
Beiträge: 3476
Wohnort: Bayern
Aus aktuellen, gerade diskutierten Themenbereichen ist es mir als (einzigem Laughing ) weiblichen Moderator hier in einem Vater-Kind-Forum und selbst Mutter zweier erwachsener Töchter ein Bedürfnis, ein paar Worte dazu zu verlieren.

Dies geht insbesondere an Väter, die nicht WOLLEN (ja - auch die gibt es leider...) und Mütter, die nicht ZULASSEN (von denen gibt es leider wesentlich mehr!)


Meine eigene Erfahrung geht leider in den 1. Bereich - dass der Vater unserer Kinder nicht den Sprung auf eine vernünftige Elternebene, die ihm IMMER offen stand, geschafft hatte und ein unnützer Kleinkrieg mit der bösen Ex-Frau, die ihn verlassen hatte, wichtiger war, als die Beziehung zu seinen Kindern aufrecht zu erhalten...

Ich erinnere mich noch sehr genau an den 12. Geburtstag meiner Jüngsten, als sie gestiefelt und gespornt an der Türe stand und auf ihren Papa wartete, der den Tag mit ihr verbringen wollte.
Papa rief kurzfristig an, es sei ihm "was dazwischen gekommen" - er kommt nicht.

Dies war in dem Moment wie eine Keule in das Gesicht des Kindes eingeschlagen und ich werde NIE vergessen, wie sie auf einmal SCHRIE und SCHRIE, in ihr Zimmer lief und ihren Geburtstag mit Weinen verbrachte. Niemand konnte ihr dabei helfen.

Es war nicht die 1. Absage ihres Vaters während der Trennungsphase, und nicht die letzte. Kontakt gibt es heute, mit 22 nur sporadisch mal.
Der Kontakt zu der Erstgeborenen ist seit nun schon 3-4 Jahren völlig abgebrochen... sie war mal sein ganzer Stolz...

Dennoch: der Vater - obwohl gerade die Jüngste sich nie "üppig" zu ihm hingezogen fühlte, war ihr wichtig. Sie fühlte sich zerrissen und abgelehnt. Nicht "wert".

Es folgten in den nächsten Jahren Rebellentum, Depressionen, Diebstähle, Rumtreiberei, Jugendamt... bis hin zu Alkohol- und Tablettenmissbrauch, Therapien, Schulabbruch, Ausbildungsabbruch, Sucht, Selbstzerstörung und "Klappse" und letztlich Suchtbetreuung.

Bei all dem war Papa in weiter Ferne. "Überfordert". (Wobei es hierbei EGAL ist, ob der Vater nicht will - oder ob Mütter die Väter, die von den Kindern geliebt werden, FERN halten!)
Er fehlt - so oder so! Er ist ein Teil des Kindes, mit dem sich das Kind auch identifiziert.
Macht man diesen Teil schlecht - so macht man das Kind schlecht!
Ich werde mich hüten, zu sagen, ich selbst hätte da keine Fehler gemacht!

Nach Jahren des Wandels, endlich in Richtung "aufwärts" und einer guten Entwicklung bleiben noch die Depressionen.
Diese hatten bei der Ältesten schon für ein Scheitern im Beruf gesorgt, was mühevoll wieder aufgeholt wurde.
Bei der 2. sorgen sie dafür, dass mitten in einer guten Phase wieder ein mehrwöchiger Klinikaufenthalt notwendig wird. Immer wieder. Beziehungen erledigen sich... Ein Ende ist nicht abzusehen.

Wie gerne würde sie ihr junges Leben einfach nur GENIESSEN!

Ich bin ÜBERZEUGT davon - durch bitterste Erfahrung, dass das Fehlen einer vernünftigen Elternebene, eines regelmäßigen und unbekümmerten Umganges mit dem Vater, an den sich ein Kind auch mal wenden können sollte, wenn daheim mit Mami mal Zoff ist... (was im Alltag ja normal ist..) dass das Fehlen dieses Ausgleiches einen großen Anteil an solchen Entwicklungen hat.

Ich bin ÜBERZEUGT davon - weil ich es in 2. Ehe nun bei den Verhältnissen meines Mannes sehe, wo eine Exfrau alles niedertrampelt aus Machtstreben... und weil der Vater "lästig" ist im neuen Leben.

Ich bin ÜBERZEUGT davon, weil ich in den letzten Jahren mit vielen Väterkontakten zu tun hatte, in denen großes Leid geschieht und sich derartige Dinge immer wieder abzeichnen.

Ich bin ÜBERZEUGT davon, wenn WIR ELTERN nicht als Erwachsene die Kurve kriegen, nach einer Trennung das WOHL UNSERER KINDER in den Mittelpunkt all unseres Strebens stellen und nicht endlich VERNUNFT einkehrt - sowie ein FAMILIEN-RECHT zum Tragen kommt, welches es den Familien auch RECHT machen kann und nicht noch mehr Keile zwischen Eltern und Kinder treibt, dann wird eine Generation heran wachsen, die einen großen Teil ihres Lebens in Kliniken verbringen wird oder als frühe "Nestflüchter" sich unbewusst - in Sehnsucht nach "Normalität und Familie" - auf die gleichen unguten Pfade begibt, aus denen sie entstanden sind.

All dies sehe ich und höre ich Tag für Tag mit großer Besorgnis und großer Trauer in meinem Herzen ...
und großer RATLOSIGKEIT....

DIES nur mal zum Nachdenken...

_________________
* Niemand kann MACHT über Dich haben - es sei denn, DU gibst sie ihm! *
 
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